Hardware unter der Lupe: Das Keyboard 4

Diesen Beitrag tippe ich auf einer Das Keyboard 4 Professional. Diese ist mit zwei verschiedenen Cherry Schaltern erhältlich: den MX Blue und den MX Brown. Letztere arbeiten in meiner Tastatur.

Das Keyboard 4 Professional - leider etwas unscharf. Bin halt ein Schreiber und kein Bildermacher. ;)

Meine Das Keyboard 4 Professional – leider etwas unscharf. Bin halt doch ein Schreiber und kein Bildermacher. 😉

Es gibt noch eine Ultimate-Version, deren Besonderheit die fehlende Tastenbeschriftung ist, was nach ein wenig Eingewöhnungszeit Tippgeschwindigkeit und Präzision erhöhen soll. Außerdem gibt es noch eine Ausführung für den Mac. Das finde ich schon mal eine ordentliche Angebotspalette.

Durch das Fehlen von roten und schwarzen Schaltern wird die Tastatur für einige Gamer uninteressant sein, und auch die fehlende Hintergrundbeleuchtung dürfte nicht jedem zusagen. Die erhält man bei anderen Anbietern schon für siebzig Euro weniger.

Der Verkaufspreis beläuft sich übrigens auf rund 170 Euro.

Was? Schreibt die Tastatur von selbst? Kocht sie nebenher Kaffee und massiert einem die Füße?

Nein, streng genommen hat sie noch weniger Features als viele Keyboards der Konkurrenz.

Aber was bitteschön ist dann so toll daran?

Das erfährt man in dem Moment, in dem man sie aus der schnöden Verpackung befreit: Es ist das Konzept. Man nimmt sie in die Hand, beäugt die über ein Kilo schwere Tastatur von allen Seiten und es beschleicht einen das Gefühl, einen Freund gefunden zu haben. Fast will man ihr einen Namen geben. Sie ist der Mustang der Autos, die Harley der Motorräder, der Punisher der Superhelden, sie ist mächtig cool, extrem hochwertig und so richtig, richtig BAD ASS.

Hintergrundbeleuchtung? Das ist war für Noobs. Guckst du auf den Bildschirm oder auf deine Finger?

Makrotasten? Die sind was für Faulenzer.

Stoffummanteltes USB-Kabel? Willst du schreiben, oder willst du mit dem Kabel kuscheln?

Und wo andere Tastaturen versuchen, sich mit Doppelbelegung via fn-Tasten in den Multimediasektor zu schummeln, da setzt Das Keyboard klare Zeichen. Oben rechts gibt es ein cooles, leicht zu bedienendes Lautstärkerad und die üblichen Playertasten. An der Rückseite zwei zukunftssichere USB 3.0 – Anschlüsse. Dann noch einen Mute-Knopf und einen für den Standby-Modus.

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klar definierter Multimediabereich

Dadurch, dass die Oberflächenplatte aus Alu und der Rest aus einem (Plastik-)Guß besteht, vibriert und knarrt nichts, so fest man auch auf die Tasten kloppt. Ihr wollt schreiben und nebenher Jemanden erschlagen? Kein Problem, denn diese Tastatur funktioniert mit Sicherheit auch nach Gewalteinwirkung noch. Wirklich ein Mordsbrett.

Schon mal vor lauter Wut mit der Faust auf die Tastatur geholzt? Wenn ja, dann wisst ihr, dass Standfüße nichts aushalten. Das wird mit diesem Gerät nicht passieren. Statt Standfüße wird eine robuste Leiste mitgeliefert, die via Magnete an die Unterseite geklippt wird, wenn man den Winkel erhöhen möchte. Diese Leiste dient gleichzeitig auch als Lineal. Warum auch immer.

Standleistenlineal

Standleistenlineal

Sehr lässig finde ich übrigens das zwei Meter lange Kabel. Das ist nicht nur verdammt dick (und somit bruchsicher), sondern es erlaubt mir auch ohne Umstände, die Tastatur auf dem Schoß zu parken, um im Halbliegen, die Beine auf dem Tisch, zu tippen.

Unangenehm fällt allerdings auf, dass die Buchstaben auf den Tasten nach ein paar Wochen dunkler werden. Ich will nicht sagen, dass sie abnutzen, aber nachdunkeln auf jeden Fall. Vor allem bei den Tasten, die häufig beansprucht werden, fällt das ins Auge.

im Vergleich: häufig und wenig genutzte Tasten

im Vergleich: häufig und wenig genutzte Tasten

Ich habe mir sagen lassen, dass dieses Phänomen bei gelaserten Beschriftungen normal sei, diese dafür aber eine halbe Ewigkeiten halten. Allerdings hatte meine 60 Euro teure Logitech Rubberdome-Tastatur das Manko nicht, meine Mecha von Cooler Master ebensowenig. Warum ausgerechnet krankt hier dieses Überkeyboard?

Bezeichnend ist jedoch, dass ich trotzdem bei der Tastatur hängen geblieben bin. Ich will mit nichts anderem mehr schreiben, als mit meiner Das Keyboard 4 Pro. Denn wie war das noch: Guckst du auf den Bildschirm oder auf deine Finger?

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